Dr. W. G. Sutherland

Dr. William Garner Sutherland D.O. (1873 – 1954), ein direkter Schüler Still’s und der Entdecker des primär respiratorischen Mechanismus, auf den die Diagnostik und Therapie auf der craniosacralen Ebene zurück geht, sprach von den fühlenden, denkenden und sehenden Fingern.

“Osteopathic technique cannot be learned by observation-eyesight cannot observe the sense of touch. There must be a finger-feel, a finger-thought, and a finger-sight in order to note how the lesion moves, when it moved, and the change occurring after”.

“Osteopathische Techniken können nicht durch Beobachtung erlernt werden – die Augen können den Tastsinn nicht beobachten. Es muss ein Finger-Fühlen, Finger-Denken und Finger-Sehen vorhanden sein, um erkennen zu können, wie sich die Dysfunktion bewegt, wann sie sich bewegt hat und welche Veränderung danach auftritt.”
Dr. W. G. Sutherland

Somit werden unsere Hände und unsere Sinne vor dem Hintergrund fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse und klinischem Verständnis, zu höchst sensiblen Organen und Instrumenten in der Anwendung von Diagnostik und Therapie.

Eine weitere tiefgreifende Erkenntnis Sutherland’s, war die Wahrnehmung von den im Menschen innewohnenden Kräften, den sogenannten inhärenten Potency.

“Allow the physiological function within to manifest its own unerring potency rather than use blind force from without.”

“Erlaube der inneren physiologischen Funktion sich auszudrücken, sie ist eine eigene untrügliche Potenz, anstatt ihr von außen mit blinder Gewalt zu begegnen!”
Dr. W. G. Sutherland (1939)

Und weiter sagte er:

“Know the mechanism, treatment is simple”.

“Be – Greife den Mechanismus, die Behandlung ist einfach.”
Dr. W. G. Sutherland

Wenn dies beherzigt wird, kann ein Praktiker am Patienten niemals schädigend arbeiten.